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Premiere bei Treptes in Radebeul

Backen für den Jubiläums-Riesenstollen

Es striezelt gewaltig in Dresden und Umgebung. Auch beim 25. Dresdner Stollenfest am 8. Dezember soll wieder ein tonnenschwerer Riesenstollen die Herzen der Stollenfans höherschlagen lassen kann. Doch so ein Gigant backt sich nicht von alleine. Wie gut, dass die Mitgliedsbetriebe des Schutzverbandes Dresdner Stollen e. V. es da wie die Musketiere halten: »Einer für alle, alle für einen« – so lautet das Motto der Dresdner Stollenbäcker. Für den Jubiläums-Striezel entstehen derzeit Hunderte Stollenplatten, die dann schon Ende dieser Woche nach einem speziellen Bauplan zusammengesetzt werden.

Auch in der Feinbäckerei Trepte in Radebeul, dem Ausbildungsbetrieb des 24. Dresdner Stollenmädchens Lina, werden die süßen Bausteine gefertigt. »Stollen backen wir ja seit jeher, aber es ist das erste Mal, dass wir an der Herstellung des Riesenstollens beteiligt sind – und dann gleich an der Jubiläumsausgabe«, freut sich Heiko Trepte. Der Bäckermeister und stolze Stollenmädchen-Papa erklärt weiter: »Die Zutaten unterscheiden sich rein gar nicht von denen unseres Dresdner Christstollens. Der Riesenstollen soll ja schließlich ein Dresdner Original werden.«

Und auch, wenn Lina quasi in der Backstube groß geworden und das alljährliche Stollenbacken ein geliebtes Ritual ist, ist dieser Back-Einsatz etwas Besonderes für sie. »Heute heißt es: Ärmel hochkrempeln und ran an die Rosinen«, lacht die 18-Jährige. So entstehen die 40 mal 60 Zentimeter großen und rund acht Kilogramm schweren Teigplatten. Am 1. Adventssonntag wird der Riesenstollen dann in der Messe Dresden zusammengesetzt. Wie groß und schwer der XXL-Striezel dann ist, wird aber erst am Festtag selber bekanntgegeben, wenn der Riese perfekt in Form geschnitten, gebuttert und gepuderzuckert seinen großen Auftritt hat. Bejubelt von Tausenden Festbesuchern wird der Riesenstollen dann in einer feierlichen Parade zum Striezelmarkt gebracht, wo er von Lina und einem Stollenbäckermeister angeschnitten und schließlich für einen guten Zweck verkauft wird.