7 Fragen an das 27. Dresdner Stollenmädchen

Von Weihnachtswünschen, dem einzigartigen Dresdner-Stollen-Geschmack und einer außergewöhnlichen Sportart

1. Wie kommt man denn als junge Frau in die Backstube?  
Meistens mit dem Fahrrad (lacht). Mir hat das Backen schon immer Spaß gemacht! Brot, Brötchen, Kuchen … ich liebe all diese Dinge und finde es spannend zu lernen, wie sie hergestellt werden. Am meisten freue ich mich, dass ich so viel Glück mit meinem Ausbildungsbetrieb, der Feinbäckerei Hentschel in Dresden,  hatte und ich mit so tollen Kollegen zusammenarbeiten kann.

2. Was macht für dich den Zauber des Dresdner Christstollen aus?
Dieser Geschmack … Ich liebe ihn! Wenn man in eine Scheibe Dresdner Stollen beißt, dann hat man für diesen einen Moment immer gleich dieses einzigartige Weihnachtsgefühl. Mit allen Sinnen genießen. So würde ich´s beschreiben. Wir Dresdner sind sehr stolz auf dieses Gebäck, seine Tradition und Geschichte. Mit vielen kreativen Stollenbäcker-Aktionen wird die Marke in Szene gesetzt. Auch das macht ihn sehr besonders, unseren Dresdner Stollen.

 

3. Und nun bist du das 27. Dresdner Stollenmädchen. Herzlichen Glückwunsch! Wie wird man das denn, kann man sich da irgendwo bewerben?
Danke. Ich freu mich sehr, dieses Amt zu übernehmen. Hier in Dresden und Umgebung ist das etwas ganz Besonderes! In unserer Berufsschule gibt es eine Stollenmädchen-Galerie. Da sind alle Stollenmädchen der vergangenen Jahre zu sehen. Noch vor einigen Monaten hätte ich nie gedacht, dass ich einmal dieses Kleid tragen darf. Das ich überhaupt in die Auswahl komme, hat mich total überrascht. Bewerben kann man sich nämlich nicht! Die BerufsschullehrerInnen schlagen die Schülerinnen vor. Die Entscheidung trifft dann der Vorstand des Stollenschutzverbandes. Wichtig sind vor allem gute Noten, das Fachwissen und, dass man in einem Mitgliedsbetrieb des Verbandes lernt.

 

4. Was sind deine wichtigsten Aufgaben als Dresdner Stollenmädchen?
Jetzt zu Beginn der Amtszeit habe ich nur eine kleine Vorstellung davon, was ich alles erleben werde. Das wichtigste aber ist, dass ich unseren Dresdner Christstollen und alle Stollenbäckereien repräsentieren darf. Ich werde viel über unser Traditionsgebäck sprechen und hoffentlich viele begeistern können, den Dresdner Stollen zu probieren und am besten mal zu uns ins Dresdner Stollenland zu reisen. 

 

5. Wann gibt’s bei dir denn die erste und die letzte Scheibe Stollen in der Saison?
Privat landet die erste Scheibe am ersten Advent auf meinem Teller, die letzte am Geburtstag meiner Oma. Der ist am 28. Dezember. In der Backstube dürfen wir natürlich auch eher schon probieren. Wir müssen ja testen, ob er auch wirklich gelungen ist, unser Dresdner Christstollen.

6. Was machst du, wenn du nicht in der Backstube stehst oder in der Schule sitzt?
Ich bin ein riesiger Anime- und Manga-Fan und verbringe viel Zeit damit, Animes zu schauen, aber ich lese auch gern oder zeichne selbst. Seit sechs Jahren trainiere ich Tamburello. Das kann man sich ungefähr wie Badminton vorstellen. Es wird aber mit einem runden, mit einem Netz bespannten Schläger gespielt. Mit meinem Dresdner Verein bin ich auch bei internationalen Turnieren dabei. Das liebe ich sehr: Gemeinsam Sport machen ist eine sehr schöne Beschäftigung und für mich ein guter Ausgleich.

7. Was wünschst du dir eigentlich zu Weihnachten? 
Ich wünsche mir sehr, dass ich Weihnachten mit meiner Familie verbringen kann! Und zwar mit allen, die dazu gehören. Gerade in diesen Zeiten wäre das das schönste Geschenk für mich.